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Jan Kath

Der Designer

 

Ihr könnt cool sein, ohne kalte Füße zu haben!

Jan Kath (37) eröffnet mit seinen modernen Entwürfen eine völlig neue Sicht auf den 
Teppich. Ohne Berührungsängste kombiniert der Bochumer klassische Elemente
des Orientteppichs mit zeitgenössischem, minimalistischem Design. Er bricht gezielt
mit alten Sehgewohnheiten und wirft strenge Gestaltungsregeln über Bord. Eine
ganze Generation, die einst Großmutters Perser zusammenrollte und aus den
Wohnzimmern verbannte, bringt er so „zurück auf den Teppich“.

Jan Kath

„In klinisch durchgestylten Wohnungen mit Hochglanz polierten Betonböden fühlt sich niemand wohl“, erklärt Kath. „Unsere Teppiche sind ein organisches i-Tüpfelchen, Wohlfühlinseln, die im coolen Enterieur heilsam wirken, ohne den Style zu zerstören.“ Jan Kath, der heute zu den international bedeutendsten Teppich-Designern gehört, ist Autodidakt. Die Matrix für seine innovativen Entwürfe bildet eine tiefe emotional verwurzelte Beziehung zum Teppich: Jan Kath stammt in dritter Generation aus einer Teppich-Händler-Familie mit Dependancen im Ruhrgebiet und in Berlin. Schon als kleiner Junge besuchte er mit seinem Vater Manufakturen in Iran und Nepal. Diese Erfahrungen schärften sein Auge und weckten das Grundverständnis für Farbkombinationen und Proportionen. Dennoch wollte Jan Kath nie in die Fußstapfen der Eltern treten, das Geschäft nicht weiterführen. Um seinen eigenen Weg zu finden, reiste er mit 20 Jahren durch Asien und den Orient und landete während seines Roadtrips mehr oder weniger zufällig in Nepal. Dort baten ihn Freunde der Familie, als Qualitätskontrolleur in ihrer Teppichproduktion einzuspringen. Die „Verbindung zum Thema Teppich“ war wieder hergestellt. Später übernahm Jan Kath die Fertigung, begann eigene Designs zu produzieren. Inspiriert von zahlreichen Reisen durch pulsierende Metropolen wie Paris, Istanbul, New York und Tokio, Beirut, Sydney und nicht zuletzt durch seine Heimat, das Ruhrgebiet, mit seiner archaischen Industriekultur, entwickelte Jan Kath schnell seine individuelle Handschrift. Während in seinen Kreationen der Reiz des Fehlerhaften, der Erosion und der Verwandlung eine zentrale Rolle spielt, ist Kath in Sachen Qualität „kompromisslos konservativ“.

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